Und das Telefon sagt nicht mehr „Du“..: Durchwahl zum Jobcenter Chemnitz

So umgeht man das lästige Callcenter der Jobcenter – per Direktwahl. Die Piratenpartei setzt das von Harald Thomé initiierte bundesweite Telefonlistentransparenzprojekt fort. In der Liste befinden sich auch schon Nummern aus Chemnitz.

Nächster Treff: Bitte melden!

Schei� Jobcenter! (Sprechblase)

Um sich gegen die Schikanen und die Stigmatisierung, denen
HartzIV-Betroffene und prekär Beschäftigte ausgesetzt sind,
besser zu schützen, wollen wir Folgendes:

Einen Informations- und Erfahrungsaustausch über
Probleme mit dem „Amt“ in Chemnitz starten.

Gegenseitiges Beraten und Begleiten zum Jobcenter.

Praktische Kritik an Arbeitsmarktpolitik und
am deutschen Arbeitsethos.

Regelmäßige Treffen dazu finden statt:
Mittwoch, einmal im Monat, 18 Uhr
Lesecafé Nachschlag
Leipziger Str. 3, 09113 Chemnitz

Kontakt
einstweilenwirdesmittag(at)riseup.net

Hier sind wir mit dabei…

Abkacken 2013
…und am Mittwoch, den 23.10. um 19 Uhr im Lokomov anzutreffen!

MO 21.10.’13 :: 19 Uhr SIE WOLLEN UNS ERZÄHLEN
Gregor Henker Orientierungsloses Stehbankett mit Möglichkeiten zum Sitzenbleiben.
Leichte Unterhaltung. Schwerwiegende Diskussionen. Von Trainspotting der 90er Jahre, Generation Praktikum und Latte Macchiato bis in die Zukunft und zurück.

DI 22.10.’13 :: 19 Uhr FROHES SCHAFFEN
Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral. Doku-Fiktion-Satire
Sie ist ein Fetisch, ein Mantra, die geheime Religion des modernen Menschen: die Arbeit. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt dieser Dokumentarspielfilm auf humorvolle wie schmerzhafte Weise unseren „heiligen“ Lebenssinn Arbeit.

MI 23.10.’13 :: 19 Uhr MITUNTER WIRD ES DUNKEL
Einstweilen Wird Es Mittag ”Scheiß Jobcenter! Gegen jeden Zwang zur Arbeit!” – So das Motto der Chemnitzer Erwerbsloseninitiative „Einstweilen wird es Mittag“, die zu gegenseitigem Erfahrungsaustausch und gemeinsamer Beratung betreffs Jobcenter & Co. einlädt.
Info & Kontakt: einstweilenwirdesmittag.blogsport.de

DO 24.10.’13 :: 19 Uhr WER ABKACKT, WIRD ANGEMALT Boris Krumnow & Elke Jänicke
So ein Arbeitsbegriff kann sperrig, unpraktisch und gnadenlos einseitig sein. Mit einem gezielten Griff in die Buchstabensuppe dürfte sich jedoch in diesem Workshop ein alternativer, positiver Arbeitsbegriff zeichnen lassen, der viel besser dazu taugt, mit ihm um die Häuser zu ziehen.

FR 25.10.’13 :: 19 Uhr WAREN VON BESONDERS ERLESENER QUALITÄT Max Wolf
… wurden im 17. Jahrhundert in Frankreich als Elite bezeichnet. Durch die Warenform der Arbeit im Kapitalismus nehmen wir an diesem Abend die ursprüngliche Bedeutung des Wortes wieder auf und begeben uns auf einen aktuellen Streifzug zu Begriff, Konstrukt, Kritik und Realität des Phänomens.

im Anschluss (ab 21.30 Uhr)

VERHÄLTNISSE ZUM TANZEN
The Wave Pictures & Folly and the Hunter
Im Tresorraum der ehemaligen Sparkasse gegenüber vom Lokomov vermischen sich Rock, Folk und Pop zu einem Independent-Cocktail, der nicht nur vorsichtig dosiert durch einen Strohhalm konsumiert werden kann, sondern auch auf ex eingeatmet und in Ausdruckstanz übersetzt werden darf.

* eine Veranstaltungsreihe der Arbeitsgruppe Arbeit [gefördert von EKLAT und der Rosa-Luxemburg-Stiftung]

Workshop: Das Recht der Arbeitslosen (5. & 6. 10.)

SGB II verstehen und parteiisch anwenden!

Referent: Frank Jäger (Tacheles e.V./Wuppertal)
Datum: 5. & 6. Oktober 2013 (Sa. 10-18 Uhr & So. 10-14 Uhr)
Ort: AJZ Chemnitz, Mediencafé M54, Chemnitztalstr. 54, 09114 Chemnitz

Für die Teilnahme ist eine Voranmeldung unter einstweilenwirdesmittag@riseup.net unbedingt erforderlich.

Der Referent:
Frank Jäger, ist seit 1998 im Bereich unabhängiger Erwerbslosenarbeit tätig – u.a. im Erwerbslosenverein Tacheles e.V. (Wuppertal), welcher auch den „Leitfaden Alg II/Sozialhilfe von A-Z“ herausgibt. Außerdem ist er in verschiedenen überregionalen Bündnissen zur Erwerbslosenbewegung und gegen Sozialabbau aktiv.

Inhalt:
Vorrangiges Ziel des zweitägigen Workshops ist es, vertiefte Kenntnisse im Umgang mit dem SGB II und angrenzender Rechtsgebiete zu erlangen. Mit dem Zweck, dass die Rechte der Arbeitslosen und anderer Bedürftiger bei gegenseitiger Begleitung zum Amt und bei gemeinsamer Beratung konkret zur Sprache gebracht und vor allem verteidigt werden können.
Darüber hinaus erhoffen wir uns einen Erfahrungsaustausch über die Politik der Jobcenter, über Widerstandsformen und vielleicht auch Tricks und Kniffe im Umgang mit dem Amt. Um diesen Erfahrungsaustausch zu gewährleisten, und damit das neu erworbene Wissen einem möglichst großen Kreis von Leuten zugute kommt, sind vor allem Aktive aus anderen unabhängigen, mehr oder minder stark organisierten Erwerbsloseninitiativen zur Teilnahme am Workshop eingeladen!

Im Mittelpunkt des Workshops steht das systematische Verständnis zum SGB II. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit sich mit speziellen Fragen zu beschäftigen. Bisher sollen folgende Punkte angesprochen werden:

Alg II mit Gewerbeschein
Grundsicherung für Erwerbsgeminderte
Alg II und Urlaubssemester
Alg II und Bundesfreiwilligendienst
Hartz IV und Hausprojekte

Wenn für Euch weitere Themen von Interesse sind, gebt bitte so bald wie möglich Bescheid. Wir leiten das an Frank Jäger weiter.

Organisatorisches:
Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos und auf 20 Personen begrenzt. Es ist deshalb eine Voranmeldung dringend erforderlich. Bitte schreibt an: einstweilenwirdesmittag@riseup.net.
Der Workshop soll zwei Tage dauern, am Samstag von 10-18 Uhr und am Sonntag von 10-14 Uhr im komfortablen Mediencafé des AJZ Chemnitz. Am Samstag gibt es veganes Mittagessen. Gern könnt Ihr uns bei der Verpflegung unterstützen. Wenn Ihr einen Kuchen, Salat o.ä. mitbringen möchtet, wäre das großartig. Stimmt das ggf. bitte mit uns ab.
Für Teilnehmer aus anderen Städten können wir Übernachtungsplätze in unseren Wohnungen anbieten bzw. diese in befreundeten Projekten organisieren. Bitte gebt dafür ebenfalls rechtzeitig Bescheid.

Der Workshop wird zu Teilen durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Chemnitz finanziert.

Happy New Year.

Die nächsten Termine werden in Bälde bekanntgegeben. Zuvor lassen wir am 5.1. ein Jahr „Einstweilen…“ Revue passieren und möchten zugleich ein Fazit ziehen. Wer Interesse daran hat, kann uns per E-Mail kontaktieren.

Neujahrsgrüße möchten wir derweil mit der – nicht mehr existierenden – wertkritischen Gruppe Krisis übermitteln. Und zwar mit einem kurzen Auszug aus dem streitbaren Manifest gegen die Arbeit. Es betrifft die Frage, welche Aufgabe der Arbeitskritik und der angestrebten Aufhebung der Arbeit zukommt:

„…die Aufhebung der Arbeit. Der kategoriale Bruch mit der Arbeit findet keine fertigen und objektiv bestimmten gesellschaftlichen Lager vor wie der systemimmanent beschränkte Interessenkampf. Er ist ein Bruch mit der falschen Sachgesetzlichkeit einer “zweiten Natur”, also nicht selber wieder ein quasi-automatischer Vollzug, sondern negatorische Bewußtheit – Verweigerung und Rebellion ohne irgendein “Gesetz der Geschichte” im Rücken. Ausgangspunkt kann kein neues abstrakt-allgemeines Prinzip sein, sondern nur der Ekel vor dem eigenen Dasein als Arbeits- und Konkurrenzsubjekt und die kategorische Weigerung, auf immer elenderem Niveau weiter so funktionieren zu müssen.“ (Auszug aus dem Manifest gegen die Arbeit der Gruppe Krisis, 1999)



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