Career Service-Spam an der TU Chemnitz!

Career Service Spam

An der Chemnitzer Technischen Universität Plakatwerbung für eine Veranstaltung zu machen, wird – seitdem es den Career Service gibt – immer schwieriger. Beispielhaft dafür ist die Pinnwand der Campusbibliothek I im Pegasus-Center. Insgesamt tummeln sich dort 8 Poster, die auf Initiative des Career Service` aufgehangen worden sind. Ähnliche, mit Karriere-/Praktikums-/Arbeitsangeboten zugehangene, Schwarze Bretter präsentierten sich auch an anderen Stellen der TU, als wir neulich für unsere Vortragsveranstaltung mit der Neuköllner Initiative „Zusammen! Gegen das Jobcenter“ plakatiert hatten.

Dieses scheinbare Überangebot an Karriere-Möglichkeiten steht in krassem Widerspruch zu dem Umstand, dass ein Großteil der Uniabsolventen im Verlauf ihres weiteren Lebens Erfahrungen mit dem Jobcenter sammeln werden wird. Nicht wenige stolpern in dieses Regime dann unvermittelt und naiv hinein.

Wenn schon kaum genügend andere interessante Veranstaltungen auf den Pinnwänden der Universität angepriesen werden bzw. hier vor Ort stattfinden, die die Career Service-Angebote ihrer Wichtigtuerei berauben könnten, indem sie einfach über- oder abgehangen werden, so möchten wir wenigstens ein – wenn auch winziges – Zeichen dagegen gesetzt haben.

Career Service und Jobcenter ähneln sich in der Hinsicht, dass hier wie dort Selbstoptimierung und Selbstausbeutung zur Selbstverständlichkeit werden soll bzw. zur Bedingung gemacht wird. Das bei beiden dahinter liegende Konzept des Arbeitskraftunternehmers bzw. des arbeitenden „Kunden“ muss hinterfragt werden. Alles andere wäre dumme, vorauseilende Anpassung an die Umstände. Um dafür die Möglichkeit offen zu halten, bieten wir Erfahrungsaustausch und Beratung in Sachen Probleme mit dem Jobcenter und Arbeitslosigkeit an. Darüber hinaus könnte dann mehr entstehen…